Ich war jahrelang der typische 1 Hund Besitzer, und damit auch sehr zufrieden. Die Kinder waren klein, und wir hatten verschiedene Hunde in dieser Zeit. Der erste war ein kleiner schwarzer Mischling und hieß Biene. Wir sind mit der ganzen Familie ins Tierheim gefahren, und haben die Kleine zusammen ausgesucht. Es war nicht auszumachen, was oder wer allles bei ihrer Entstehung mitgespielt hat, aber sie war völlig problemlos, lief so nebenher mit, ging alleine spazieren (das war vor 30 Jahren noch möglich) und ich erinnere mich nur an einen einzigen "Vorfall". Ich hatte die Einkäufe auf dem Küchentisch liegen lassen, und Biene hat ein halbes Pfund Butter gefressen. Das ist ihr nicht gut bekommen, und sie war 2 Tage kränklich. Ansonsten war sie pumperlgesund und eine treue Seele. Irgendwann wurde sie immer rundlicher und mir ist eingefallen, dass ich mir keinerlei Gedanken wegen Verhütung gemacht hatte. Es war eine aufregende Nacht als sie 5 kleinen Welpen das Leben geschenkt hat. Die Kinder haben es miterlebt und es war für uns alle wunderschön.

Auch das Heranwachsen der Welpen war für uns alle sehr interessant, aber verlief völlig normal und komplikationslos, trotz oder vielleicht wegen mangelnder Erfahrung? Damals waren auch Hundeschulen, Hundetrainer, Hundebücher noch kein Thema und wer hat schon über Erziehung nachgedacht? Die Welpen sahen alle sehr unterschiedlich aus, von tiefschwarz über braun zu schwarzweiss, kurzbeinig und langbeinig, eine bunte Truppe, und es haben bestimmt einige Hunde in der Nachbarschaft das Recht sich Vater zu nennen.

Alle Welpen, bis auf einen langbeinigen schwarzweissen, haben wir gut an Freunde und Bekannte vermittelt. Die scharzweisse Dame nannten wir Sherry und sie durfte bei uns bleiben. Sie war genauso problemlos wie ihre Mutter.

Mein damaliger Mann wurde dann versetzt und wir mußten umziehen. Da wir in dem neuen Haus keinen Hund halten durften, liessen wir die beiden bei einer lieben Nachbarin, bei der sie oft zu Besuch waren, und die sie sehr liebte. Es ist ihnen bis zu ihrem Lebensende sehr gut gegangen.

Dann bekamen wir doch die Erlaubnis wieder einen Hund zu halten. Die Kinder waren ja nun in der Schule, ich hatte Zeit und Lust wieder einem Hund ein Zuhause zu geben. Wir sind wieder ins Tierheim gefahren, und fanden Eiko. Wir dachten wir hätten einen süssen Mischling. Allerdings war er eher bewegungsfaul. Die ersten Spaziergänge sahen folgendermaßen aus: Wir sind von zu Hause losgegangen Richtung Spielplatz. Dort war eine Bank, da hat sich Eiko dann niedergelassen und ist keinen Schritt mehr gelaufen. Den Weg nach Hause konnte ich ihn dann tragen. Nach 3 Tagen rief ich im Tierheim an ob sie mir irgendwas über die Vorgeschichte von Eiko erzählen könnten. Ich erfuhr dann, dass er bei einem alten Paar gelebt hatte - wahrscheinlich konnten die einfach keine größeren Spaziergänge machen, und er war es nicht gewohnt. Eiko war erst 3 Jahre alt, aber hatte die Gewohnheiten eines "alten Hundes". Außerdem erfuhr ich, dass wir einen reinrassigen Glatthaarfox hatten, und uns die Papiere zugeschickt würden.

Die täglichen Spaziergänge wurden immer länger, und es dauerte nicht lange da wurde aus dem alten Hund ein richtig lebendiger Foxi. Er sprang wie ein Flummi durch die Felder, mischte eine Schafherde auf, was mich bewog sofort eine Haftpflichtversicherung abzuschließen, und wurde einfach immer fitter.

Auch er ging oft alleine spazieren, ist uns einfach ab und zu entwischt. Er hatte allerdings eine Leidenschaft die wir dann nutzen konnten ihn wieder "einzufangen". Er fuhr für sein Leben gerne Auto. Wenn er also mal wieder "on the Road" war, bin ich einfach ins Auto gestiegen, die bekannten Wege abgefahren, habe gehupt. Es dauerte nie sehr lange bis er angerannt kam. Ich habe dann nur die Beifahrertür aufgemacht, und Eiko ist eingestiegen. Ist schon praktisch wenn man als Hund ein Taxi hat, dass einen immer wieder abholt.

Leider mußten wir Eiko viel zu früh gehen lassen, da er eine schwere Nierenentzündung hatte und nur noch Schmerzen litt. Er ist in unserem damaligen Garten unter Blumen begraben, und wir tragen ihn immer in unserem Herzen.

Dann kamen lange hundelose Jahre. Die Kinder waren größer, und ich war wieder berufstätig.

Nach der Trennung von meinem Mann wohnte ich in einem kleinen gemieteten Haus mit meinem Sohn zusammen. Ich wollte unbedingt wieder einen Hund, und dachte, wir schaffen das obwohl ich ganze Tage arbeiten ging. Ich fand auf einer Pflegestelle einen kleinen Welpen, den ich wegen seiner Farbe "Schoko" nannte. Es war ein süsser kleiner Kerl, aber die Zeiten die er alleine bleiben mußte waren doch eine Zumutung für ihn. Ich bin lange Zeit in der Mittagspause nach Hause gefahren um mit dem Kleinen spazieren zu gehen, habe aber dann einsehen müssen, dass ich Schoko damit nicht gerecht werden kann. Schweren Herzens habe ich ihn der Pflegestelle zurückgegeben.

Ich habe wieder geheiratet, die Kinder waren aus dem Haus, und mein Wunsch nach einem Hund immer noch da, er wurde immer stärker.

Dann war es soweit, ich konnte meine Arbeitszeit auf 6 Std. am Tag reduzieren, und es war möglich sich wieder nach einem Hund umzusehen. Wir haben Bücher gekauft über verschiedene Rassen, Vor- und Nachteile. Wir waren uns sicher, es sollte kein "schwieriger" Hund sein, kein Jagdhund, kein großer Hund, da ich inzwischen Oma geworden war, und nicht wollte dass meine Enkeltochter Angst vor dem Hund hat. Außerdem wohnten wir damals in einer Altbauwohnung im 2. Stock ohne Aufzug, und da war es vernünftiger einen Hund zu nehmen den man im Zweifelsfall auch mal die Treppen rauf oder runter tragen kann. Zudem liebe ich zwar Hunde, aber vor großen Hunden habe ich Respekt. Ich wußte dass ich mir das nicht zutraue.

Die Entscheidung war also gefallen, es sollte ein kleiner Hund sein ohne Jagdtrieb, der kinderlieb ist und ca. 6 Std. alleine bleiben kann.

Wir haben alle Tierheime in der Umgebung abgeklappert (irgendwie war Züchter bei mir nie eine Frage), sind aber nicht fündig geworden. Die meisten Hunde waren groß, wenn sie klein waren waren sie schwierig, konnten nicht alleine bleiben, oder mochten keine Kinder. Diese Zeit war richtig frustierend für mich.

Dann habe ich in unserer örtlichen Zeitung eine Anzeige von einer Tierschutzorganisation gelesen die Hunde aus Mallorca vermittelten. Das Thema Südhunde war mir bis dahin völlig unbekannt.

Nach einem langen Telefongespräch mit einer Dame der Orga und danach noch einem Anruf auf der Pflegestelle wusste ich  - 2 Tage vorher war ein kleiner strubbeliger, 3-farbiger Hund in der Pflegestelle eingetroffen. Die Entscheidung noch am gleichen Abend hinzufahren fiel sehr schnell. Als mein Mann von der Arbeit kam gings los. Schnell zur Sicherheit eine Leine, ein Halsband, ein Körbchen und etwas Futter kaufen und dann auf nach Königswinter.

Es war der 05.01.2004

Wir waren total aufgeregt, hätten uns beinahe verfahren, und überlegten hin und her wie der Hunde wohl aussieht, wie es ihm geht, ob er zu uns passt usw. Dann waren wir endlich da. Wir wurden sehr freundlich empfangen und dann sahen wir ihn. Er war voller Angst, mager, zerrupft, hatte offene Stellen an den Ohren und an der Nase, sah ganz vorsichtig und misstrauisch um die Ecke, und hat sofort unser Herz erobert. Er hieß Foxi, sollte ein Foxterriermischling sein. Terrier auf jeden Fall, Foxi - hm? Soviel zu unserem Vorsatz keinen Jagdhund! Wir fragten, kann er alleine bleiben - Schulterzucken, mag er Kinder - Schulterzucken, wahrscheinlich. Na ja, konsequent wie wir nun mal sind haben wir gesehen, dieser Hund hat alles was wir wollten (klein war er ja) und haben kurzerhand den Vertrag unterschrieben. Dann sind wir glücklich mit dem kleinen Kerl losgezogen. Erst eine kleine Runde um den Block, dann ins Auto und nach Hause. Auf der Heimfahrt hat der Kleine die ganze Zeit ganz ruhig und trotzdem sehr misstrauisch auf meinen Schoss gesessen. Er war geschätzte 2 Jahre alt. Die einzige Information die wirklich sicher schien - er war kurz vor der Tötungsstation von Tierschützern vom LKW gerettet worden.

Die erste Nacht war für uns alle sehr aufregend. Ich glaube Pino (den Namen bekam er dann einen Tag später von meiner Tochter) war der einzige der geschlafen hat.

Leider musste ich am nächsten Tag arbeiten, denn wir hatten ja nicht ernsthaft damit gerechnet nun so Holderdipolder auf den Hund zu kommen. Den ganzen Tag habe ich an Pino gedacht, wie einsam und verlassen er sich fühlen muss. Als ich nach Hause kam, ich hatte ehrlich gesagt ziemliche Bauchschmerzen, war ich sehr überrascht. Es war alles in Ordnung und Pino hat sich gefreut. Über die Weihnachtsplätzchen die er neu auf dem Esstisch dekoriert hat reden wir nicht, ich hätte sie ja wegräumen können. Wir sind dann erstmal eine lange Runde spazieren gegangen. Den Rest der Woche konnte ich Telearbeit machen, und hatte so Zeit unseren Pino kennenzulernen.

Der Husten den er schon mitgebracht hatte wurde immer stärker, trotz des Hustensaftes den mir die Pflegestelle empfohlen hatte. Wir sind dann zum Tierarzt gegangen und die Diagnose war Zwingerhusten. Also Antibiotika, und kein Kontakt zu anderen Hunden um niemanden anzustecken. Außerdem gefielen dem Doc die offenen Stellen an Ohren und Nase nicht, und er vermutete Leishmaniose. Der Test aus Mallorca war zwar negativ, aber lt. Tierarzt konnte man sich da nicht drauf verlassen. Also Blutabnahme und warten. Ich habe während der Wartezeit versucht Informationen über Leishmaniose zu bekommen, und je mehr ich erfuhr, umso größer wurden meine Ängste. Nach schier endlos scheinenden 3 Tagen kam die erlösende Diagnose - negativ.

Pino war sehr ängstlich und misstrauisch allem Neuen gegenüber. Das ist er übrigens heute nach über 4 Jahren immer noch. Außerdem war er sehr vorsichtig meinem Mann gegenüber, und fremde Männer auf der Straße hat er immer angebellt. Wer weiss schon, welche Erfahrungen er in seinem früheren Leben gesammelt hat? Als der Zwingerhusten nach einigen Wochen auskuriert war, haben wir uns in einer Hundeschule angemeldet. Wir haben sehr viel gelernt, und einiges auch ganz schnell wieder vergessen, und am Anfang hat es Pino richtig Spass gemacht. Er konnte mit anderen Hunden rennen und toben, und war sehr eifrig beim Lernen. Leider wurde er 3 mal von gößeren Hunden attakiert, und danach hatten wir beide keine Lust mehr. Wir haben alleine weiter geübt, auf der Hundewiese hat Pino mit anderen Hunden gespielt. Es war alles wunderbar. Pino wurde immer sicherer und bellte nicht mehr ständig fremde Männer an. Leider hat alles im Leben 2 Seiten. Je sicherer Pino wurde, desto stärker kam sein Jagdtrieb zum Vorschein. Seine "Ausflüge" wurden immer größer. Wir hatten Einzeltraining mit verschiedenen Ausbildern, und Pino hörte an der Schleppleine sehr gut. Allerdings ohne war er weg. 2 Ausbilder haben dann mit dem Sprühhalsband gearbeitet. Da hatte ich dann allerdings einen Hund der mit gesenktem Kopf und eingezogenem Schwanz neben mir hertrottete. Das fand ich dann schlimmer als Spazierengehen an der langen Leine.

Um Pino die Möglichkeit zu geben sich häufig draußen ohne Leine zu bewegen, machten wir uns auf die Suche nach einem Haus mit Garten, und wurden fündig.

Das war Pino in den ersten Wochen bei uns:


Pino hatte Spass im Garten, aber irgendwann kam der Gedanke - wäre doch schön wenn ein zweiter Hund da wäre zum toben.

Wieder haben wir uns auf die Suche gemacht, und kurz vor Weihnachten 2005 fand ich auf der Homepage der Treuen Pfötchen einen hellen Wuschelhund, der in der Größe passend schien, und in einem Tierheim in Thessaloniki wohl sehr unglücklich war. Wie sich herausstellte war die Hündin - Naddi - schon auf einer Pflegestelle in Stuttgart. Es war nichts über ihre Herkunft bekannt, sondern wir konnten nur erfahren, dass sie gefunden worden war, und im Tierheim ganz fürchterlich geweint hat.

Am 14.01.2006 konnten wir Naddi in Stuttgart abholen. Sie war 1,5 Jahre alt, und sollte ein Pudelmix sein. Heute sehen wir das anders. Wir denken sie ist viel mehr Tibet-Terrier als Pudel.  

Auf der Fahrt nach Stuttgart waren wir wieder sehr aufgeregt. Taten wir das richtige? Was, wenn die beiden sich nicht mögen? Unser Leben mit Pino war so eingespielt, wie würde es mit 2 Hunden werden? Aber wir glaubten ganz fest daran dass es gut gehen würde.

Pino begrüßte Naddi mit einen Schwanzwedeln, sie wedelte zurück, und es war eigentlich schon alles klar.

Auf der Rückfahrt lagen die beiden zusammen auf der Rückbank im Auto und schliefen. Da konnte ja nicht mehr viel schiefgehen. Zuhause gab es ein paar kleine aber harmlose Rangeleien wegen der Spielsachen. Dann haben die beiden im Garten getobt. Wir waren überglücklich.

Aber was passiert, wenn die beiden alleine sind? Um das zu sehen hat mein Mann eine Kamera im Wohnzimmer aufgebaut, und wir beide sind spazierengegangen. Als wir uns den Film dann angesehen haben - langweilig ist gar kein Ausdruck, es gab einfach nichts zu sehen. Die beiden lagen ganz friedlich in ihren Körbchen und haben geschlafen.

Allerdings mussten wir feststellen, Naddi kannte draußen gar nichts, es wurde schlichtweg alles verbellt - Autos, Radfahrer, Fussgänger usw. Außerdem hat sie nur gezogen, gezogen, gezogen und war nicht ansprechbar. Eine zu Hilfe geholte Hundetrainerin meinte, sie hätte noch mehr Jagdtrieb als Pino (herzlichen Glückwunsch) und wir sollten wegen des Ziehens mit einem Halti trainieren. Ich habe das dann auch tatsächlich 3 mal benutzt.

Irgendwann habe ich zu meinem Mann gesagt, wenn Naddi sich beim Spazierengehen das erste Mal nach uns umdreht, dann machen wir eine Flasche Sekt auf. Der Tag kam nach ca. 3 Monaten, und ich war ungeheuer glücklich. Madam lief wie immer vorne weg, plötzlich blieb sie stehen und schaute sich nach uns um - der Gesichtsausdruck sagte "kommt ihr"? Ab diesem Tag wurde es stetig besser, inzwischen läuft sie oft ohne Leine, kommt auf Zuruf (fast immer) und wenn ich mich verstecke und sie rufe, dann kommt sie angesaust und sucht mich.

Im Auto war das Problem noch größer, selbst bei kurzen Strecken hat sie uns mit der Bellerei und Rumtoberei fast an den Rand des Nervenzusammenbruchs gebracht. Hier kam mir, leider erst sehr spät, die rettende Idee mit einer Hundebox. Seit dem können wir unbeschwert auch lange Strecken fahren, und waren letzes Jahr im Urlaub sogar in Dänemark, kein Problem.

Auch Naddi kam mit Husten bei uns an, und der Ehrlichiose Test war positiv. Sie wurde dann auf Zwingerhusten behandelt und wir machten eine Doxytherapie wegen der Ehrlichiose. Allerdings war der Husten sehr hartnäckig, und kam immer wieder. Zudem fiel mir eine Kurzatmigkeit und starkes Hecheln auf.

Unser TA schickte uns dann zu einem Spezialisten wegen Verdacht auf Herzerkrankung. Es wurde alles abgecheckt, und Gott sei Dank war Herz und Lunge in Ordnung. Aber die Speiseröhre arbeitete nicht so wie sie sollte, und es wurden Allergien festgestellt. Um die Speiseröhre zu entlasten baute mein Mann unserer Prinzessin einen Tisch, denn sie sollte in aufrechter Haltung fressen. Sie hat alles sehr geduldig mitgemacht. Wegen der Allergien haben wir unseren ganzen Haushalt umgekrempelt, und es traten auch kurzzeitig Besserungen auf. Es wurde auch eine Babesiose festgestellt, und sie mußte mit Carbesia behandelt werden.

Durch die ewige Husterei trat irgendwann ein Nabelbruch auf der operiert werden mußte. Leider wurde die Operation nicht korrekt durchgeführt, und mußte nach 3 Monaten wiederholt werden.

Zwischendurch kontrollierten wir das Blutbild, und es gab keine großen Auffälligkeiten. Trotzdem kam der Husten immer wieder. Dann habe ich im Internet einen Hinweis gefunden, dass die meisten Allergien durch Futtermittel verursacht werden. Außerdem habe ich nachgelesen was so alles in Fertigfutter drin ist, war geschockt und entsetzt und habe von heute auf morgen auf Frischfütterung umgestellt. Pino und Naddi haben die Umstellung sehr gut vertragen (jeder hat so ca. 2 mal gekötzelt, aber das ist normal, gehört zur Entgiftung), und der Husten wurde schlagartig besser.

Um den Hunden alle Nährstoffe zu geben, habe ich mich wegen der Nahrungszusammensetzung dann von einer Heilpraktikerin beraten lassen, die uns sehr geholfen hat. Trotzdem kam nach einiger Zeit der Husten wieder.

Es war dann an einem Wochenende so schlimm, dass ich mit Naddi zum Notarzt gefahren  bin. Dies war der 5. Arzt den ich konsultierte. Er hat dann Naddi Kortison verordnet. Ich war zwar nicht dafür, aber es hat geholfen. Wir haben mit einer sehr hohen Dosis angefangen, und Naddi hat sehr gelitten. Immer nur getrunken, ewig Hunger, und dauernd Pipi machen. Sie war immer sehr unglücklich wenn ihr wieder ein Unglück passiert war. Langsam konnten wir die Dosis senken, und Naddi ging es immer besser. Durch eine Ausschlussdiät haben wir inzwischen rausgefunden, dass Naddi hochallergisch auf Rindfleisch reagiert und lassen das einfach weg. Sie bekommt immer noch eine kleine Dosis Kortison, ist aber rundum glücklich und zufrieden, hustet nicht mehr, ist munter und fidel.

So kam Naddi zu uns:


Da ich immer wieder auf Tierschutzseiten unterwegs war, war es fast unvermeidlich dass ich auf die Idee kam einen weiteren Hund aufzunehmen. Diesmal sollte es ein Welpe sein.

Und dann sah ich ihn, auf der Tierschutzseite der Kretahunde. Ein kleiner Welpe, der weggeworfen worden war, nur Angst hatte, und vor allem riesengroße Augen.

Die ersten 3 Tage im Tierheim hat er geschrien vor Angst wenn sich ihm jemand genähert hat, dann wurde er zu 3 Welpen die schon da waren in den Zwinger gesetzt und langsam wurde er munter. Leider starben die anderen 3 Welpen an einem Virus, und Kalle brauchte endlich ein Zuhause. Wir telefonierten sehr lange mit der zuständigen Tierschützerin, und sie versprach uns dann, Kalle mit dem nächsten Flug nach Deutschland zu holen.

Dann kam der Anruf - Kalle (der zu diesem Zeitpunkt noch Brösel hieß) kann morgen kommen. Das passte sehr gut, da ich wegen Naddis 2. OP eh Urlaub hatte. Wir machten uns natürlich wieder jede Menge Gedanken - wie werden unsere beiden "Großen" auf einen Welpen reagieren? Was bedeutet das für uns? Aber wir waren wild entschlossen das Wagnis einzugehen, und machten uns auf alles gefasst.

Es war die Nacht vom 27. auf den 28.08.2007 als wir uns auf den Weg machten Kalle abzuholen. Es war alles sehr aufregend, der Flug hatte Verspätung, die Hunde mußten nochmal ausgeladen werden. Kalle war jedoch so klein, der durfte im Passagierraum in einer Handtasche mitfliegen. Treffen war dann am 28.08. um 02:00 Uhr nachts auf einem Parkplatz, das war das günstigste für die Tierschützerin und für uns - sie war auf dem Rückweg vom Flughafen, und wir mußten nicht die ganze Strecke nach Osnabrück fahren. Kalle war sehr klein und sehr ängstlich. Pino und Naddi waren mit den Kleinen abholen. Ich hatte ihn dann in einer Tasche auf dem Schoss, und die beiden haben schonmal seinen Geruch aufgenommen.

Zuhause haben sie ihn dann erstmal "begrüßt". Naddi sehr zurückhaltend, Pino eher stürmisch. Wahrscheinlich hat er damals schon gehofft, dass dies ein richtiger Spielgefährte für ihn wird.

Kalle hat 2 Tage gebraucht um stubenrein zu werden - toll!! Naddi hat die Erziehung übernommen, und hat ihre "Mutterrolle" sehr ernst genommen. Pino hat sich verhalten wie ein richtiger Vater - möglichst nicht einmischen - nur mal grummeln wenns zu viel wird.

Es gab nie ein Problem mit den dreien - und Kalle ist sowieso ein kleiner Sonnenschein. Er ist immer nur freundlich, bei ihm kann man wirklich sagen, da wedelt der Schwanz mit dem Hund. Er liebt alles und jeden und war nur sehr sehr ängstlich. Wir sind dann in die "Welpenspielgruppe" gegangen, da er eben auch andere Hunde kennenlernen sollte als nur Pino und Naddi. Die ersten Male klebte er mir nur am Bein - wollte immer nur auf den Arm. Aber das hat sich dann langsam gelegt, und irgendwann fing er auch an mit fremden Hunden zu spielen.

Kalle geht seit dem 2. Tag bei uns ohne Leine mit uns spazieren - am Anfang lief er mir immer zwischen den Beinen rum, da dachte ich, ich trete ihn mal tot. Aber das war dann auch schnell vorbei. Er rennt immer unheimlich viel und schnell, kommt angedüst wenn wer gerufen wird, und ist einfach nur lieb. Inzwischen ist er 11 Monate, und ein echter Glücksfall.

Ihn habe ich auch vom ersten Tag an roh ernährt, er hatte damit überhaupt kein Problem, er mag alles, verträgt alles, ist pumperlgesund, und ein super Spielgefährte für Pino. Ab und zu wenn er mal zu sehr nervt (machen Welpen und Junghunde halt schonmal) dann sagt Naddi ihm Bescheid und gut ist.

Kalle an seinem 2. Tag bei uns:



und die 3 heute:


Mai 2008

Und dann gibt es seit Dezember 2010 noch so eine kleine Motte namens Momo bei uns. Sie ist ein Tibet-Terrier Welpe und so wurde aus unserem Trio ein Quartett.


Die 4 passen gut zusammen......


 Juni 2011


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