Unser Rudel ist langsam gewachsen, nach Pino



kam Naddi


und später Kalle



dazu. Nie gab es Schwierigkeiten bei der Zusammenführung, alles klappte immer völlig reibungslos, und ich konnte oft nicht verstehen wenn andere Menschen über die Unverträglichkeit ihrer Hunde klagten. Da kam es zu Beissereien und ähnlichem, und ich freute mich immer dass es bei uns sooo gut lief.




Ich dachte (oh welcher Wahn) dass es bestimmt daran liegt, dass wir mit unseren Hunden so liebevoll umgehen, sie als Individuen betrachten, und nicht zu viel an ihnen herum(er)ziehen.

Warum sollte es also nicht gehen, dass ein weiterer Hund (auf Zeit) zu uns kommt?

Ich habe mich als Pflegestelle für die Kreta-Hunde zur Verfügung gestellt.

Als ich dann Bella sah, dachte ich dem Wurm muss geholfen werden.

Bella wurde als Welpe schwer misshandelt, ist auf einem Auge blind, hat motorische Störungen und ist, wie sich erst später herausgestellt hat, Leishmaniose positiv.

Bella zog also bei uns ein.




Die ersten Tage waren relativ relaxed, Bella wurde erstmal vorsichtig beäugt, und ich dachte, sie würde auch mit der Zeit akzeptiert.




Vorsichtiges Spiel im Garten.




Aber ganz so einfach war es dann doch nicht. Durch ihre Erkrankungen brauchte Bella viel Aufmerksamkeit, und das hat meiner Horde gar nicht gefallen.




Unser bis dahin völlig harmonisches Zusammenleben geriet völlig aus dem Takt.  Naddi zog sich zurück, reagierte teilweise aggressiv auf Bella, die Jungs waren sehr verunsichert und nichts war mehr wie es war.




Bella ist ein tolles Hundemädel, und ich merkte, dass ich ihr und unseren Hunden nicht mehr gerecht werden konnte. Langsam konnte man auch feststellen, dass unsere Hunde sich mehr zusammenschlossen, und Bella immer öfter aussen vor war. Sie wurde gemobbt, und wir waren alle nicht sehr glücklich.

Ich stellte fest, dass ich sehr schnell an meine Grenzen geriet, und es eben nicht nur daran liegt, wie wir die Hunde behandeln, sondern dass eben das Individuum Hund sich seine Freunde/Familienmitglieder sehr wohl selber aussuchen möchte.

Gott sei Dank haben wir nach 8 Wochen ein ganz tolles neues Zuhause für Bella gefunden - sie ist dort richtig aufgeblüht, ist ein Einzelhund mit Tagesmutter und Tagesbrüdern, und fühlt sich offensichtlich richtig wohl.




Erst seit diesem Erlebniss weiss ich, welches Glück wir bisher hatten, 3 Hunde die nacheinander zusammengefunden haben, und sich auch noch super vertragen.

Keine Eifersüchteleien, jeder weiss wo sein Platz ist.

Ich habe gemerkt, wie stressig es für unsere Hunde war, mit Bella zusammenzuleben. Wahrscheinlich hat da einfach die Chemie nicht gestimmt.

Natürlich hätte ich "Verträglichkeit" erzwingen können - ich habe Tipps bekommen wie - zieh Naddi (die ja zweimal auf Bella losging) doch einen Maulkorb an, dann kann nichts mehr passieren.

Die letzen Tage die Bella bei uns verbracht hat, musste ich, wenn ich  aus dem Haus bin, Bella alleine im Wintergarten unterbringen - getrennt von den anderen. Aber ist es das, was ein harmonisches Leben ausmacht - die Hunde trennen, Maulkorb verpassen? Nur schauen, dass nichts passiert?




Naddi schüttelt ganz entschieden den Kopf, und sie hat recht. Harmonisch ist, wenn die Hunde zusammen spielen, toben, ruhig schlafen können, ohne Stress, ohne Angst und mit viel Spass am Leben.



 

Kleine Rangeleien die keiner übel nimmt...




hier Naddi und Pino beim "Bodycheck"




Kalle fordert Pino heraus....




und kriegt manchmal fast die Kurve nicht!




Wenn Naddi so ausgelassen tobt, geht mir besonders das Herz auf, denn das kommt bei ihr nicht allzuoft vor.






Einträchtiges Warten auf Sonne!




Kalle versucht Pino den letzten Rest vom Hähnchenflügel "abzuschwatzen".

Der Versuch ist ja nicht strafbar, aber es kam noch nie zu einem "Kampf um Futter", jeder weiss wem was gehört.




Pino hat es geschmeckt.




Naddi hat auch keine Chance was abzukriegen.




An was Kalle jetzt wohl denkt?




Pino genießt immer noch!




Jetzt geht es mir gut!




Besonders schön sind auch die ruhigen Momente, wenn die Hunde ganz entspannt sind, und man merkt, dass sie sich einfach nur wohl fühlen.

Dann bin ich dankbar, dass wir soviel Glück haben.









Es war auf jeden Fall gut, dass wir die Erfahrung mit Bella gemacht haben, denn sonst hätte ich mir weiter eingebildet, dass es nur an uns und unserem Umgang mit unseren Hunden liegt, dass alles bei uns so friedlich ist. Nun weiss ich es besser.




Ein friedliches Zusammenleben läßt sich nicht herbeiwünschen und nicht erzwingen, man kann es nur freudig annehmen, wenn man es erlebt.




Juni 2009


Und plötzlich wird das Rudel größer, da kommt kurz vor Weihnachten 2010 so ein kleiner Welpe namens Momo daher, der passt einfach zum Rest - am Anfang mit Skepsis betrachtet, aber dann wird aus der Horde eine Einheit.


Momo hat sich erst in unser Menschenherz geschlichen, und dann nach und nach die Herzen von Pino, Naddi und Kalle erobert.



Wir sind sehr froh und dankbar, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben - und alle damit rundum glücklich sind.



Das Team im Sommer 2013.






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