Hunde sind die besten Seelentröster die ich kenne.

Sie sind immer für Dich da.

Wenn Du traurig bist, versuchen sie Dich aufzuheitern - jeder auf seine Weise. Naddi kommt schmusen, Kalle knatscht eine Runde mit oder spielt den Clown, und Pino bringt Spielsachen und fordert zum spielen auf. Wenn Du nicht gleich reagierst, dann schleppt er so lange immer wieder was Neues an, bis man gar nicht mehr anders kann als lachen.

Sie holen Dich wieder in die Wirklichkeit zurück, und zeigen Dir, was wirklich von Bedeutung ist.

Nicht wichtig für Hunde ist:

Aussehen, Ansehen, Geld, Arbeit, was andere über einen Denken.

Wichtig für Hunde ist:

Zeit, Futter, Schmusen, Spazierengehen, Spielen, bei seinen Menschen sein.


Es ist immer besser eine Runde zu spielen und zu schmusen, als trüben Gedanken nach zu hängen und sich Sorgen zu machen.

Es gibt den Spruch:

Sorge Dich nicht, Lebe!!

Diesen beherzigen unsere Hunde sehr gut, und wir sollten uns ein Beispiel an ihnen nehmen.

Gerti, August 2009


Ein ganz normaler Sonntag?

Morgens - es ist 9:00 Uhr und die Hunde wollen nicht aufstehen.Sie genießen das lange Rumliegen im Bett, genau wie wir.

Da wird sich gestreckt, geräkelt, wohlig geseufzt. Das Leben ist soooo schön.       Wir stehen auf um das Frühstück zu machen - so langsam kommen die 3 ange-    trottel. Wie? Was? Aufstehen? Doof!!  

Als der Tisch gedeckt ist, nehmen alle ihre "Positionen" ein. Die beiden Jungs rechts von Bernd, Naddi links. Alle 3 wissen, wenn wir zusammen essen, dann gibt es immer was von Bernd.

Pino drängelt wie immer, stupst, grummelt, Kalle knatscht (ist übrigens seine Lieblingsbeschäftigung) - und rennt von einer Seite auf die andere, rauf aufs Sofa, runter vom Sofa - wo ist der beste Platz? usw. Ich glaube wir haben mindestens 3 Kalles.

Naddi liegt ganz still, den Kopf auf dem Bein von Bernd, sie weiß - auch ohne Anstrengung und Gezappel bekommt sie ihren Teil ab.

Nach dem Frühstück kann es nicht schnell genug gehen mit Tisch abräumen. Wir wollen doch spazieren gehen! Die Jungs rennen aufgeregt hin und her, und Naddi sitzt der Tür zugewandt, sie schaut sich nur ab und zu mal nach uns um - gehts bald los?

Endlich auf dem Feld stürmen alle erst mal los und schauen was es Neues gibt. Dann hat Naddi ihr erstes Loch gefunden, und es wird gebuddelt was das Zeug hält. Immer tiefer wird das Loch, dann gehts an Loch 2 und 3. Naddis Kopf verschwindet komplett und sie färbt sich langsam aber sicher braun. 

Die beiden Jungs wollen weiter laufen, deshalb lassen wir Bernd und Naddi bei den Löchern zurück und laufen ein Stück voraus. Auf dem Rückweg sammeln wir die Beiden (Naddi nur unter Protest) wieder ein. Sie sieht aus wie ein Matschferkel, ist völlig außer Atem (wie man überhaupt atmen kann mit dem ganzen Maul voll Dreck ist mir ein Rätsel), sozusagen fertig aber glücklich.

Zu Hause angekommen stürzen sich alle auf die Wassernäpfe. Dann verschwinden Naddi und ich im Badezimmer - mal schauen, ob ich irgendwo unter dem ganzen Dreck mein weissen Schäfchen finde? Glück gehabt, nach gründlichem abduschen kommt tatsächlich unsere Naddi zum Vorschein.

Dann bereite ich das Mittagessen für die Bande zu. Nur vom Feinsten natürlich. Die 3 haben HUNGER!!

Danach ist Mittagsruhe angesagt.

Nachmittags spielen im Garten, ein bisschen toben, alles ganz relaxed. Nur keine Hektik, ist ja schließlich Sonntag.


Nach dem Abendessen sortieren sich alle auf der Couch. Und dann passiert das unfassbare -

NADDI LEGT SICH AUF PINOS LIEBLINGSPLATZ HINTER MEINEM RÜCKEN!!!

Pino gibt sich eine Zeit lang mit Ersatzplätzen zufrieden, und dann will er auf SEINEN Platz.

Naddi interessiert das gar nicht, die schläft tief und fest, und träumt von Mauselöchern.


Bernd versucht Pino zu überreden sich zu ihm zu legen. Pino schaut ihn gar nicht an - er sitzt ganz steif und aufrecht da und schaut stur über mich hinweg auf SEINEN Platz.

Wenn er könnte, er würde Naddi wegbeamen. Aber er kann nicht.

Bernd versucht Pino mit Nüssen zu bestechen (Pino lliebt Nüsse über alles). Keine Chance, Pino schaut die Nuss nicht mal an - so billig kriegt ihr mich nicht.

Sein Blick ist immer noch stur auf SEINEN Platz gerichtet.


Naddi strampelt mir im Rücken rum, sie buddelt im  Traum und ist glücklich.

Pino ist stinkesauer und  beileidigt und schaut keinen von uns mehr an. Dann bietet Bernd ihm eine extra weiches Kissen an. Gnädig läßt Pino sich nach einer Weile daruaf nieder, aber er ist nicht wirklich entspannt und schaut immer mal wieder wie das ist mit SEINEM Platz.

Endlich, Naddi bewegt sich im Traum, steht auf, dreht sich legt sich dann ein bisschen weiter runter.

Das ist die Chance!! Pino kommt aufs Sofa, findet SEINEN Platz (der ist heute ungefähr so groß wie ein DIN A 4 Blatt), rollt sich glücklich zusammen und kann endlich auch den Sonntag Abend genießen.

Kalle hat von all dem nix mitgekriegt, der hat gepennt, und zwar wie immer auf SEINEM Platz.


Wie so ein kleines Platzproblem unseren stolzen Pino doch aus der Bahn werfen kann. Nach über 3 Jahren macht Naddi ihm SEINEN Platz streitig.

Aber Gott sei Dank war ja dann seine Welt wieder in Ordnung und der Sonntag war gerettet.


Gerti, September 2009


Schicksal (für Naddi)

Tausend traurige Schicksale, jeden Tag, überall auf der Welt - und eines davon betrifft Dich.

Ein struppiges Hundemädel

weinend hinter Gittern

als Kinderspielzeug angeschafft

erst liebkost, dann geschlagen und misshandelt

letztendlich abgeschafft!

Aus der Putzigkeit herausgewachsen,

überflüssig geworden - und deshalb weggeworfen - wie ein Stück Dreck.

Gute Menschen haben Dich Häufchen Elend gefunden - Du hast die Welt nicht mehr verstanden.

Sie nahmen Dich mit, versorgten Dich mit dem Nötigsten.

Aber Du warst eingesperrt, ohne Menschen die für Dich da sind.

Die Augen hinter dem Gitter traurig, verhangen und voller Leid und Schmerz.

Wir haben Dich gefunden und geben Dir Liebe und Trost.

Versuchen Dich all das Schlimme vergessen zu lassen.

Oft hast Du noch diesen traurigen Blick, ganz verloren wirkst Du dann.

Aber diese Momente werden immer seltener.

Dein Vertrauen in unsere Liebe und Beständigkeit nimmt jeden Tag zu.

Deine Ausgelassenheit und Fröhlichkeit kommt immer mehr zum Vorschein.

Wir wissen, mit der Zeit wird Deine kleine verletzte Seele heilen - Du all das Leid vergessen können - und nur noch das sein, was Du immer sein wolltest:

Ein fröhlicher, übermütiger, unbefangener und zärtlicher Hund!


Gerti, September 2009










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