Haustierregeln

Liebe Hunde,

das Geschirr mit den Pfotenaufdrucken ist Eures, und enthält Euer Essen. Das andere Geschirr gehört mir und enthält mein Essen. Bitte beachtet, dass einen Pfotenabdruck in der Mitte meines Geschirrs und Essens zu hinterlassen, nicht bedeutet, dass es Euer Essen und Geschirr wird.

Die Treppe wurde nicht speziell für Euch konstruiert und ist keine Rennstrecke. Schneller als ich auf dem Weg nach unten zu sein ist nicht das Ziel. Mich zum Stolpern zu bringen hilft Euch auch nicht, weil ich schneller falle als Ihr rennen könnt.

Ich kann nichts grösseres als ein Doppelbett kaufen, und das tut mir sehr leid. Glaubt nicht, dass ich weiterhin "verrenkt" und halb aus dem Bett hängend schlafe. Hunde können sich sogar zu einem Ball zusammenrollen wenn sie schlafen. Es ist nicht nötig im rechten Winkel zueinander zu liegen, so lang ausgestreckt wie möglich. Ich weiss auch, dass zur optimalen Platzausnutzung gerade ausgestreckte Schwänze und heraushängende Zungen am anderen Ende nichts als reiner Sarkasmus sind.

Und zum letzten Mal - es gibt keinen geheimen Ausgang aus dem Badeimmer. Wenn ich Euch auf wundersame Weise auf dem Weg dorthin schlage, und es schaffe die Türe zu schließen ist es nicht nötig zu kratzen, winseln, knatschen, zu versuchen den Türknopf zu drehen oder die Pfote unter den Spalt zu kriegen um zu probieren die Türe zu öffnen. Ich muss das Bad durch die gleiche Türe verlassen durch die ich es betreten habe. Außerdem benutze ich das Bad seid Jahren, Eure Hilfe ist nicht notwendig.

Die korrekte Reihenfolge ist - küss mich und dann erst gehe und rieche am Hintern des anderen Hundes. Ich kann das gar nicht oft genug betonen!

Meine lieben Hunde, um Euch zu besänftigen habe ich folgende Nachricht an unserer Haustüre angebracht:

AN ALLE NICHT HUNDEBESITZER DIE ZU BESUCH KOMMEN UND SICH ÜBER UNSERE HUNDE BESCHWEREN MÖCHTEN

1. Sie leben hier, nicht DU!

2. Wenn Dir die Begrüßung mit Küsschen und so zu stürmisch ist, ruf lieber an.

3. Wenn Du ihre Haare nicht an Deinen Kleidern haben möchtest, setz Dich nicht hin.

4. Ich mag meine Hunde sehr viel lieber als die meisten Menschen.

5. Für Dich sind es "nur Tiere", für mich sind es die adoptierten Kinder die klein und haarig sind, auf allen vieren laufen und anders sprechen.

ZUR ERINNERUNG: HUNDE SIND EINFACHER ALS KINDER WEIL SIE

1. Weniger essen (und nicht am Essen rummäkeln)

2. Nicht quängeln wenn man mal weniger Zeit hat

3. Nicht die ganz Zeit nach Geld fragen

4. Normalerweise kommen wenn sie gerufen werden

5. Leichter zu erziehen sind

6. Niemals Dein Auto fahren (wollen)

7. Nicht mit drogenabhängigen Freunden rumhängen

8. Nicht rauchen oder trinken

9. Nachts nicht in irgendeiner Disco rumhängen

10. Nicht die Telefonrechnung ins unermessliche treiben

11. Keine blauen Briefe aus der Schule bekommen

12. Sich keine Gedanken darüber machen, die neueste Mode kaufen zu müssen.

13. Deine Kleider nicht tragen (und dann ungewaschen unters Bett werfen)


Anruf eines Hundebesitzers bei seinem Hundetrainer

- Gruber, schönen guten Tag Frau Müller

Tach Herr Gruber, na wie macht sich Ihr Balthasar? Kommen Sie voran?

- Deswegen rufe ich an. Balthasar hat sich in meine Wade verbissen und schüttelt sie.

Oh, das ist ein Rückschritt. Aber wir wussten ja, dass es ein langer Weg werden kann.

- Ja, ich weiss. Aber was mache ich JETZT? Hölle, tut das weh!

Herr Gruber, sie müssen Ihre eigenen Befindlichkeiten ein wenig zurückstellen. Wie tief beißt Balthasar gerade zu? Mehr als die Hälfte eines halben Hundezahns?

- Moment, ich schau mal.... Ja! Und es blutet stark.

Dann ist es schon Beißgrad 4. Okay. Das ist eindeutig aggressiv. Haben Sie schon versucht Balthasar mit Gewalt wegzuzerren, oder ihn geschlagen?

- Selbstverständlich nicht!

Gott sei Dank! Sehr gut! Negative Einflüsse bleiben beim Hund stärker haften als Positive. Da sollten wir auf jeden Fall vermeiden.

- Auuuuua! Aaaaaah!

Herr Gruber, bitte! Natürlich darf Ihr Hund spüren, dass Ihnen das nicht gefällt. Aber achten Sie bitte darauf ihn nicht zu verstören. Er kennt solche lauten Töne von Ihnen doch gar nicht, und das könnte ihn aus seinem seelischen Gleichgewicht bringen.

- Ja, ja. Schon okay.

Wie weit ist das "Aus" schon gefestigt, Herr Gruber?

- Eigentlich gar nicht - booooaaah, tut das weh! - der Schlingel macht nur "Aus" wernn er dafür sein Lieblingsleckerlie bekommt, und selbst dann nicht immer.

Okay, dann scheidet das aus. Wir geben Kommandos nur, wenn wir sie auch durchsetzen können. Nicht wahr, Herr Gruber?

- Ja, schon klar!

Dann müssen wir ausnahmsweise mal eine etwas gröbere Methode anwenden Herr Gruber. Sagen Sie "NEIN!". Energisch, aber nicht böse oder drohend. Nur so laut, dass er verblüfft ist. Balthasar ist ein ängstlicher Hund. Wir wollen den kleinen Racker ja nicht traumatisieren.

- Nein, nein. Natürlich nicht. In Ordnung, ich probiers.

- Balti, "NEIN!"

Was macht Balthasar?

- Er schüttelt! Ingeboooorg! Würdest Du bitte mal mein Blut vom Boden aufwischen, Balthipupsi bekommt ja ganz nasse Pfoten!

Herr Gruber, ich denke da hilft nur noch ignorieren. Vermeiden Sie jeden Blickkontakt, sprechen Sie nicht mit ihm, berühren Sie ihn nicht und unterlassen Sie alles, was sein Verhalten belohnen könnte.

- Ich kann sowieso kaum noch was sehen und das Sprechen fällt mir schwer. Ich werde auch sehr müde. Durch den Blutverlust wahrscheinlich.

Aha, ich verstehe. Also dann bitten Sie doch Ihre Frau, dass sie mit dem Klicker und einem Leckerlie bereitsteht. Sobald er das Interesse verloren hat und losläßt bitte SOFORT mit dem Klicker und einem Leckerlie positiv bestärken. Dabei ist das Timing extrem wichtig, aber das wissen Sie ja..

-

Herr Gruber?...... HERR GRUBER!!!!

- Hier ist Frau Gruber. Mein Mann ist gerade ohnmächtig geworden. Aber ich habe alles mitgehört und habe Klicker und Leckerie schon in der Hand!

Klasse Frau Gruber! Das wird schon. Sie sind auf dem richtigen Weg!!



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